Fußball-Frauen | Der schönste Ballsport aus Frauensicht

WM-Trainer: Kult-Coaches der letzten Meisterschaften

Im Gegensatz zur Männer-WM ist das Turnier der Frauen nur mit wenigen Personen bestückt, die einen echten Kultstatus genießen. Kein Wunder, gibt es die Weltmeisterschaft hier doch erst seit 1991. In den vorherigen fünf Endrunden haben es daher nur wenige WM Trainer geschafft, nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.

Die meisten Spiele als Trainer

Gerade in der Anfangszeit des Frauenfußballs war es üblich, dass die Teams von Männern trainiert wurden. Erst nach und nach gelang die Emanzipation dahin gehend, dass auch Frauen die Teams betreuten. Even Pellerud war einer der Herren, die als WM Trainer einigen Ruhm erringen konnten. Entscheidend dabei war, dass der Norweger an vier Weltmeisterschaften teilnahm. Er gilt als eine prägende Figur des Frauenfußballs und errang insbesondere mit seinem Heimatland diverse Titel. So führte er die Mannschaft je einmal zur WM- und EM-Krone und gewann die olympische Silbermedaille. Hoch anzurechnen ist ihm zudem die Aufbauarbeit, die er für Kanadas Frauenmannschaften geleistet hat. Auch wenn er dabei ohne einen Pokal blieb. 2011 wird Pellerud dagegen nicht an der WM teilnehmen. Das von ihm trainierte Trinidad und Tobago hat sich nicht qualifiziert.

Eine einflussreiche Dame

Ein ebensolches Schwergewicht dürfte die Schwedin Marika Domanski Lyfors sein. Sie hat alle Stationen des Fußballs durchlaufen und dabei stets nationale wie internationale Erfolge gefeiert. Bereits als Spielerin war sie für ihre jeweiligen Vereine sehr bedeutend und errang im schwedischen Frauenfußball einige Bekanntheit. Diese nutzte sie, um die bis dahin weitgehend unbedeutende Sportart zumindest in ihrem Land populärer werden zu lassen. Als Vereinstrainerin stellte sie schnell ihr Können für höhere Aufgaben unter Beweis und übernahm die schwedische Nationalmannschaft, die sie zu zwei Weltmeisterschaften führte. Eine weitere WM-Teilnahme gelang ihr mit China, ehe Lyfors 2008 zur Vorsitzenden der Fußballabteilung des schwedischen Fußballverbandes gewählt wurde.

Kultstatus auch bei deutschen Trainern

Doch auch die deutsche Mannschaft wurde schon von einigen Trainern geführt, die nachhaltig auf sich aufmerksam machten. So galt lange Zeit Gero Bisanz als der Mann, ohne den der hiesige Frauenfußball undenkbar gewesen wäre. Er trainierte die Nationalelf zwischen 1982 und 1996 und ebnete erst damit den Weg in die erfolgreiche Zukunft. Seine Verdienste für den Sport sind hierzulande und international nicht genug zu würdigen. Ebenso wie jene seiner Nachfolgerin Tina Theune. Sie war die erste deutsche Fußballerin mit erfolgreich absolviertem Trainerlehrgang. Zudem errang sie als Spielerin und Trainerin diverse internationale Titel, darunter auch die erste Weltmeisterschaft 2003. Den zweiten WM-Pokal gewann im Jahre 2007 ihre ehemalige Assistentin Silvia Neid. Auch sie dürfte schon jetzt in die Riege der bekanntesten WM Trainer aufgestiegen sein.

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