WM Geschichte – Image und Vereine

 

Heutzutage gilt der Frauenfußball zumindest hierzulande als etwas ganz Normales. Ein Spiel also, welches nicht nur für Männer geeignet ist, sondern auch von Damen ausgeübt werden kann. Dennoch herrschen immer noch Vorurteile dagegen. Die Einmischung der Frau in die einstige Männerdomäne wird nicht von allen Fußballfans unterstützt. Doch war es vor einem Jahrhundert noch sehr alltäglich, dass auch Frauen kickten.

 

Von Gleichstellungen und Unterschieden

Als der Fußball im 12. Jahrhundert zumindest in Europa das Rollen erlernte und damals meist aus einer mit Luft gefüllten Schweineblase bestand, da nahmen auch die Frauen wie selbstverständlich an der Volksbelustigung teil. Unterschiede zu den Männern gab es nicht. Allerdings veränderte sich in den folgenden Jahrhunderten einiges. Das Spiel der Damen unterschied sich mehr und mehr von jenem der Männer. Es setzte weniger auf die Laufbereitschaft und wurde eintöniger. Doch war es den Damen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts erlaubt, den Sport auszuüben. Erst anschließend folgten moralische Debatten und der Frauenfußball wurde teilweise sogar verboten.

 

Ein später Neubeginn

Erst in den 1970er Jahren setzten sich viele nationale Verbände und letztlich auch der europäische Fußballverband für die Einführung des Frauenfußballs ein. So wurden binnen weniger Jahre neue Vereine gegründet, eine Meisterschaft ins Leben gerufen und der Fußball ganz normal in den Sport eingegliedert. Dass er bis heute ein Schattendasein fristet, liegt an der noch immer sehr geringen Unterstützung. So wird der Herrenfußball weitaus stärker gefördert und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für die Frauen ergibt sich dagegen durch die Weltmeisterschaft in Deutschland eine gute Möglichkeit, auch ihren Sport zu präsentieren.

Frauenfußball Geschichte

Länder, Erfolge, Niederlagen

Beinahe zeitgleich mit der Einführung der Frauenbundesliga wurde auch die Frauenfußball WM gestartet. So rollte im Jahre 1991 erstmals in einem solchen Turnier der Ball über den grünen Rasen. Damals noch in China, wohin die WM auch 2007 zurückkehrte. Weitere Austragungsorte waren Schweden sowie zweimal die USA. 2011 kommt die Weltmeisterschaft dagegen nach Deutschland.

 

Eine übersichtliche Anzahl an Mannschaften

Im Gegensatz zum Männerfußball lässt es sich nicht leugnen, dass die Teams der Damen eher selten zu finden sind. In einigen Ländern ist der Frauenfußball noch auf einem amateurhaften Niveau. Von einer Nationalmannschaft kann dort leider nur geträumt werden. Dennoch duellieren sich einige Dutzende Verbände in den Länderspielen sowie den kontinentalen Turnieren. Dass sich gegenwärtig 16 Mannschaften für die Frauenfußball WM qualifiziert haben, zeigt deutlich, dass das Interesse seitens der Fans und Sponsoren sowie der Nationen selbst noch zu gering ist. Und an der diesjährigen WM 2015 nehmen sogar 24 Teams teil. Der Zuspruch wächst also erkennbar.

 

 

Von Rekorden und Misserfolgen

Die Geschichte der Frauenfußball WM mag nicht lang sein, doch ist sie schon mit Bestleistungen und Kuriositäten gespickt. So nahm die US-Amerikanerin Kristin Lilly an allen fünf bisher gespielten Weltmeisterschaften teil und erreichte dabei die Höchstzahl der möglichen Spiele: 30 Mal lief sie für ihr Land auf. Ihre Teamkollegin Michelle Akers wurde bei der ersten WM zur besten Torschützin gekrönt. Sie erreichte 1991 die seit heute unübertroffene Bestmarke von 10 Treffern. Fast so viele, wie sich Argentinien bei der höchsten Niederlage in der Geschichte des Turnieres einfing: Sie unterlagen im Jahre 2007 dem späteren Weltmeister aus Deutschland mit 11:0. Den Deutschen war es hingegen zwischen 2003 und dem Viertelfinale der WM 2011 gelungen, kein einziges WM-Spiel zu verlieren.

Fußballschuhe

Frauen-Bundesliga: Deutsche Meister und Geschichten der letzten Jahre

Es wäre vermessen zu sagen, dass der Frauenfußball seit seiner Wiederbelebung in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts tatsächlich boomen würde. Dennoch lässt sich nicht verkennen, dass sich einige feste Strukturen des Sportes auf nationaler wie internationaler Ebene herauskristallisieren. Dazu zählen verschiedene Spielklassen sowie Pokalwettbewerbe. Sie finden ihre Krönung in der Weltmeisterschaft, die 2011 in Deutschland gastiert.

 

Die Frauen-Bundesliga: Jung, aber stark im Kommen

Erst im Jahre 1990 gelang es nach vielen vorherigen Diskussionen, eine Bundesliga auch für die Frauen einzurichten. Das mag im Vergleich zu den Herren, deren oberste Spielklasse bereits 1963 gegründet wurde, sehr spät erscheinen. Doch weder bestand zuvor das Interesse an einer gemeinsamen Liga, noch konnten alle unterschiedlichen Landesverbände unter einen Hut gebracht werden. Das zeigte sich auch in den ersten Jahren der frisch ins Leben gerufenen Klasse: Eine Zweiteilung zwischen dem Norden und dem Süden war unausweichlich. Erst ab 1997 gibt es die eingleisige Liga, deren Zuspruch insgesamt stark gestiegen ist. Von den Zuschauerzahlen des Männerfußballs kann jedoch vorerst nur geträumt werden.

 

Wenige Spitzenteams kämpfen um den Titel

Doch lässt sich auch hierbei nicht verkennen, dass es noch lange kein einheitliches Level innerhalb der Frauen-Bundesliga geben wird. So genügt es einigen wenigen Teams mit oftmals halber Kraft, die Konkurrenz hinter sich zu lassen und am Ende auf einem der vorderen Plätze zu landen. Es ist beachtenswert, dass die Mannschaften aus Frankfurt oder Potsdam über internationales Niveau verfügen und sich mit den Besten aus Europa messen können. Doch macht es die Bundesliga unattraktiv, wenn sie den übrigen Mannschaften soweit enteilt sind, dass nur sie die Meisterschaft unter sich ausmachen. So gingen in den letzten 11 Jahren gleich fünf Titel nach Potsdam, während derer sechs am Main gefeiert wurden.

 

Ein Blick in die Zukunft

Alleine von der Weltmeisterschaft in Deutschland wird auch die Frauen-Bundesliga profitieren. Durch die beiden WM-Titel in den Jahren 2003 und 2007 sowie den vielzähligen Erfolgen bei den Europameisterschaften haben sich neue Teams gebildet. Es wird sicherlich noch einige Jahre dauern, bis eine in Teilen gleichstarke Liga gereift sein wird. Doch kämpfen ambitionierte Mannschaften gegenwärtig darum, die Abstände zu Frankfurt und Potsdam zu verringern. Dazu zählt auch der FC Bayern, der mit seiner Frauenmannschaft ganz langsam angreifen will. Immer mehr Vereine des Herrenfußballs ziehen nach und gründen eine Damenabteilung. Natürlich mit immenser finanzieller Unterstützung. Jene dürfte den traditionsreichen Bundesligisten zum Verhängnis werden: Sie gliedern sich nach und nach in die Herrenvereine ein und gehen in das dortige Frauenteam über.

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