Kurioseste Spielszene des Jahres
Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistungen bei der Weltmeisterschaft 2011 reißen nicht ab. Nachdem sich bereits die deutsche Mannschaft im Spiel gegen Nigeria nicht ausreichend geschützt sah, gab es nun im Spiel zwischen Australien und Äquatorial-Guinea eine sehr kuriose Szene. Bruna nahm, ohne dass das Spiel unterbrochen gewesen wäre, einen vom Pfosten abprallenden Ball in die Hand – die Pfeife der Schiedsrichterin blieb jedoch stumm!
Handball-Weltmeisterschaft?
Nach dem Spiel dürfte die Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal aus Ungarn froh gewesen sein, dass die Australierinnen das Spiel für sich entscheiden konnten. Durch Tore von Leena Khamis, Emily van Egmond und Lisa de Vanna konnte sich das Team vom fünften Kontinent mit 3-2 durchsetzen. Für die Westafrikanerinnen traf Genoveva Añonma, die in der nächsten Saison für Turbine Potsdam auf Torejagd gehen wird, zweimal. Die kurioseste Szene des Spiels fand jedoch schon in der 16. Spielminute statt. Nach einer Hereingabe von der linken Seite traf Leena Khamis nur den Pfosten. Den vom Aluminium zurückprallenden Ball fing Bruna, unter dem ungläubigen Staunen der knapp 16.000 Zuschauer im Bochumer Stadion, einfach auf. Nach einigen Sekunden ließ sie ihn wieder fallen und die Torfrau von Äquatorial-Guinea nahm ihn auf und setzte das Spiel per Abschlag fort. Das ganze Stadion und alle Zuschauer vor den Fernsehern hatten es gesehen, nur die drei Offiziellen waren unaufmerksam.
So kurios der Vorfall war, so peinlich ist er doch für die Unparteiischen und die FIFA. Wie bereits nach dem Spiel der deutschen Mannschaft wurden Stimmen laut, die die Qualität der Referees bei dieser Weltmeisterschaft offen anzweifelten. Noch vor der offiziellen Pressekonferenz nach dem Spiel ließ der Weltverband eine Erklärung verlesen, in der sich die Schiedsrichterin für die Fehlentscheidung entschuldigte.