Fußball-Frauen | Der schönste Ballsport aus Frauensicht

Frauen-Bundesliga: Deutsche Meister und Geschichten der letzten Jahre

Es wäre vermessen zu sagen, dass der Frauenfußball seit seiner Wiederbelebung in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts tatsächlich boomen würde. Dennoch lässt sich nicht verkennen, dass sich einige feste Strukturen des Sportes auf nationaler wie internationaler Ebene herauskristallisieren. Dazu zählen verschiedene Spielklassen sowie Pokalwettbewerbe. Sie finden ihre Krönung in der Weltmeisterschaft, die 2011 in Deutschland gastiert.

Die Frauen-Bundesliga: Jung, aber stark im Kommen

Erst im Jahre 1990 gelang es nach vielen vorherigen Diskussionen, eine Bundesliga auch für die Frauen einzurichten. Das mag im Vergleich zu den Herren, deren oberste Spielklasse bereits 1963 gegründet wurde, sehr spät erscheinen. Doch weder bestand zuvor das Interesse an einer gemeinsamen Liga, noch konnten alle unterschiedlichen Landesverbände unter einen Hut gebracht werden. Das zeigte sich auch in den ersten Jahren der frisch ins Leben gerufenen Klasse: Eine Zweiteilung zwischen dem Norden und dem Süden war unausweichlich. Erst ab 1997 gibt es die eingleisige Liga, deren Zuspruch insgesamt stark gestiegen ist. Von den Zuschauerzahlen des Männerfußballs kann jedoch vorerst nur geträumt werden.

Wenige Spitzenteams kämpfen um den Titel


Doch lässt sich auch hierbei nicht verkennen, dass es noch lange kein einheitliches Level innerhalb der Frauen-Bundesliga geben wird. So genügt es einigen wenigen Teams mit oftmals halber Kraft, die Konkurrenz hinter sich zu lassen und am Ende auf einem der vorderen Plätze zu landen. Es ist beachtenswert, dass die Mannschaften aus Frankfurt oder Potsdam über internationales Niveau verfügen und sich mit den Besten aus Europa messen können. Doch macht es die Bundesliga unattraktiv, wenn sie den übrigen Mannschaften soweit enteilt sind, dass nur sie die Meisterschaft unter sich ausmachen. So gingen in den letzten 11 Jahren gleich fünf Titel nach Potsdam, während derer sechs am Main gefeiert wurden.

Ein Blick in die Zukunft

Alleine von der Weltmeisterschaft in Deutschland wird auch die Frauen-Bundesliga profitieren. Durch die beiden WM-Titel in den Jahren 2003 und 2007 sowie den vielzähligen Erfolgen bei den Europameisterschaften haben sich neue Teams gebildet. Es wird sicherlich noch einige Jahre dauern, bis eine in Teilen gleichstarke Liga gereift sein wird. Doch kämpfen ambitionierte Mannschaften gegenwärtig darum, die Abstände zu Frankfurt und Potsdam zu verringern. Dazu zählt auch der FC Bayern, der mit seiner Frauenmannschaft ganz langsam angreifen will. Immer mehr Vereine des Herrenfußballs ziehen nach und gründen eine Damenabteilung. Natürlich mit immenser finanzieller Unterstützung. Jene dürfte den traditionsreichen Bundesligisten zum Verhängnis werden: Sie gliedern sich nach und nach in die Herrenvereine ein und gehen in das dortige Frauenteam über.


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